Erektionsstörung

Erektionsstörung – alle Informationen über Erektionsstörungen übersichtlich zusammengefasst

Erektionsstörungen sind deutlich häufiger, als man allgemein annimmt. Das liegt primär daran, dass es ein sehr sensibles Thema für Männer ist und diese nicht häufig drüber sprechen. In den letzten Jahren haben neue Studien allerdings wieder einmal neu gezeigt, wie weit verbreitet das Problem innerhalb der Gesellschaft ist. Die Studien haben auch zahlreiche Gründe gefunden, die zu einer Erektionsstörung führen können.

Die Wahrscheinlichkeit mit Erektionsstörungen zu tun zu bekommen, steigt stark mit dem Alter an. Während Männer zwischen 20 und 30 Jahren nur zu 4% an Erektionsstörungen leiden, nimmt die Anzahl der Betroffenen bis zum siebten Lebensjahrzent auf bis zu 53% zu. Die Gründe dafür sind vielfältig und neue Studien zeigen, dass die Gründe hierfür deutlich häufiger im organischen zu finden sind, als bisher angenommen. Bislang ging man davon aus, dass rund die Hälfte der betroffenen Männer, auf Grund von psychischen Ursachen Erektionsstörungen haben.

Wir haben alle Informationen für Sie gesichtet und das wichtigste hier für Sie zusammengefasst, sodass Sie sich kostenlos und anonym informieren können. Weiterführende nützliche Informationen zum Thema finden Sie auch bei uns unter dem Begriff erektile Dysfunktion.

Was ist eine Erektionsstörung?

Erektionsstörung

Allgemein spricht man von einer Erektionsstörung, wenn man vor und während des Geschlechtsverkehrs Probleme damit hat eine ausreichend starke Erektion aufzubauen bzw. zu halten. Medizinisch spricht man bei Erektionsstörungen häufig auch von einer sogenannten erektilen Dysfunktion, wobei man eine solche so definiert hat, dass es zum Krankheitsbild gehört, dass die Erektionsstörung häufig bis immer vorkommt. Bei einzelnen Erektionsstörungen spricht man also eigentlich noch nicht von einer erektilen Dysfunktion.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird auch oft von Impotenz gesprochen, wobei Impotenz im medizinischen Sinne erst dann vorliegt, wenn eine Fortpflanzung durch Gendefekte oder schlechte Spermienqualität nicht mehr möglich ist. Gelegentlich findet man auch eine Unterteilung des Begriffes Impotenz in die drei Bereiche:

  • Erektionsstörung: Unfähigkeit eine Erektion zu bekommen oder zu halten
  • Anejakulation: Unfähigkeit einen Samenerguss zu haben
  • Impotentia generandi: Unfähigkeit ein Kind zu zeugen, trotz Erektionsfähigkeit und erfolgtem Samenerguss

Mögliche Gründe für Erektionsstörungen

Die Gründe für eine Erektionsstörung sind vielfältig und können meist nur durch einen spezialisierten Arzt oder Urologen identifiziert werden. Da einer Erektionsstörung in bis zu 90% der Fälle eine organische Ursache zugrunde liegt, sollte man bei auftretenden Problemen auf jeden Fall in Kontakt mit dem eigenen Arzt treten. Oftmals können chronische Krankheiten anhand des Symptoms einer Erektionsstörung frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Organische Ursachen

  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Tabak-, Alkohol- und Drogenkonsum
  • Einnahme von Betablockern
  • Atherosklerose
  • Einnahme von Antiandrogenen (Bsp. Androcur, Dutasterid oder Finasterid)
  • Einnahme von Medikamenten, die Neuro-Blocker enthalten (Bsp. Antidepressiva oder Antiepileptika)
  • Blockaden im Lendenwirbelbereich
  • Rückenmarkstörungen, mit Auswirkung auf die Nerven des Genitalbereichs
  • Schädigung der Nerven, welche die glatte Muskulatur im Genitalbereich versorgen (Nervi erigentes)
  • Mögliche Gründe hierfür sind größere Operationen an der Prostata oder am Mastdarm, aber auch Bestrahlung und verschiedene Stoffwechselkrankheiten können die Nerven beschädigen
  • Lecks in den Schwellkörpern des Penis. Relativ häufig, aber schwer zu diagnostizieren.
  • Umbau des Bindegewebes des Penis durch eine vorhergehende Dauererektion (Priapismus)

Psychische Gründe

  • Angst zu früh zu kommen
  • Angst die Frau nicht zufriedenstellend befriedigen zu können
  • Angst wieder keinen hoch zu bekommen
  • Angst vor Trennung bzw. Beziehungskonflikten
  • Fehlende Vaterfigur in der Kindheit
  • Mangelhaftes bzw. fehlendes Selbstvertrauen
  • Stress
  • Depression

Was kann man gegen eine Erektionsstörung machen?

Nachdem die Gründe für das Auftreten von Erektionsstörungen sehr vielfältig und unterschiedlich sind, gibt es auch ein sehr breites Spektrum von Behandlungsansätzen. Damit die korrekten Maßnahmen getroffen werden können, ist auf jeden Fall eine medizinische Untersuchung notwendig. Wir appellieren hier noch einmal daran, dass Sie sich absolut nicht für Ihr Problem schämen müssen und es definitiv der richtige Schritt ist, sich an Ihren Vertrauensarzt zu wenden.

Allerdings gibt auf jeden Fall auch ein paar Dinge, die Sie selbst tun können, um eine Erektionsstörung vorzubeugen oder zu beheben. Die vorbeugenden Maßnahmen dienen alle der Stärkung Ihres Körpers und Geistes. Wenn beide gesund und im Einklang miteinander sind, ist auch das Risiko Probleme mit der Erektion zu bekommen, deutlich geringer. Die akuten Maßnahmen sind dafür gedacht, Ihnen kurzfristig mit Hilfsmitteln zu einer Erektion zu verhelfen. Wenn Sie allerdings wiederholt unter Erektionsstörungen leiden, sollten Sie auf jeden Fall zusätzlich ärztlichen Rat einholen.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Ausgeglichene Ernährung zur Verbesserung der Durchblutung und Reduktion des Blutfettgehaltes
  • Wenig tierisches Fett, wenig Fleisch, viel Fisch, viel Obst und Gemüse, ausreichend Flüssigkeit, viel Hülsenfrüchte
  • Ausreichend Bewegung zur Förderung der Durchblutung und zur Stärkung der Muskeln, welche dann wichtige Nerven schützen und stützen
  • Beckenboden-Training zur Stärkung wichtiger Muskeln im Bereich der Genitalien
  • Stress vermeiden bzw. abbauen
  • Wenig Alkohol-, Tabak-, und Drogenkonsum

Akute Maßnahmen

  • Einnahme eines Potenzmittels
  • Einsatz einer Penispumpe
  • Verwenden eines Penisrings
  • Verwenden von zusätzlich stimulierenden Dingen, wie Sexspielzeug oder Pornographie
  • Offener Umgang mit der Partnerin – beziehen Sie sie ein, in Ihre Sorgen und Probleme

Quellen

  • Wikipedia (2020): Erektile Dysfunktion, [online] https://de.wikipedia.org/wiki/Erektile_Dysfunktion [15.04.2020]
  • Everything You Need to Know About Erectile Dysfunction (ED), [online] https://www.healthline.com/health/erectile-dysfunction [15.04.2020]
  • Wikipedia (2020): Impotenz, [online] https://de.wikipedia.org/wiki/Impotenz [15.04.2020]
  • Impotenz: Millionen deutsche Männer sind betroffen, [online] https://www.lifeline.de/sexualitaet/erektionsstoerungen/impotenz-zahl-verbreitung-id28450.html [15.04.2020]
  • CAPPELLERI J.C. (2005), “The Sexual Health Inventory for Men (SHIM): a 5-year review of research and clinical experience”, https://doi.org/10.1038/sj.ijir.3901327 [15.04.2020]

 

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